Peterskirche , Erfurt

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Peterskirche (Erfurt)

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Erste Erwähnung findet das Kloster im Jahre 1060. Damals wurde das Kollegiatsstift durch den Mainzer Erzbischof Siegfried in ein Mönchskloster umgewandelt. Ein Stadtbrand, ausgelöst durch marodierende Truppen Kaiser Heinrichs IV. zerstörte 1080 wohl auch große Teile des Klosters. 1085 wurde das Kloster von dem aus Reinhardsbrunn stammenden Abt Gieselbert im Sinne der Hirsauer Reform neu strukturiert. Gieselbert starb 1103 auf einer Pilgerreise nach Jerusalem. Sein Nachfolger Abt Burchard aus dem schwäbischen Kloster Hirsau begann noch im Jahr seines Amtsantritts (1103) mit einem völligen Neubau des Klosters. Der Bau der Klausur scheint schnell vorangeschritten zu sein, die Errichtung der Klosterkirche weniger. Als Burchard 1117 vom Mainzer Erzbischof abgesetzt wurde stand nur der Westbau als Unterbau der geplanten Westturmfront, ansonsten waren lediglich die Fundamente des Langhauses und des Querhauses verlegt. Burchards Nachfolger Ripert setzte ebenfalls keine Akzente. Erst der 1127 eingesetzte, wiederum aus dem Kloster Hirsau stammende Abt Wernher I. trieb den Neubau der Kirche energisch voran. Die Errichtung der beherrschenden Doppelturmfront am Ostende der Kirche direkt am Abhang des Petersberges dürfte auf ihn zurückgehen. Weihen sind für 1143 bezeugt, die Schlußweihe für den 16. Juni 1147.

Spätere Veränderungen

Um 1475 erhielt die Kirche ihre charakteristischen hölzernen Turmhelme, die das Bild des gesamten Petersberges bis 1813 bestimmte. Das ursprünglich flachgedeckte Langhaus wurde 1499 eingewölbt. Das Kloster bestand bis 1803 und wurde im Zuge des Reichsdeputationshauptschlusses säkularisiert. 1807 übernahmen die Franzosen den Erfurter Petersberg mitsamt der ab 1695 um das Kloster herum errichteten Zitadelle und läuteten damit das Ende der mittelalterlichen Klosterbauten ein. 1813 wurde der Petersberg durch preußische Truppen beschossen, die ausgebrannte Klausur des Klosters anschließend abgebrochen. Auch die oberen Teile der Klosterkirche mitsamt den erhalten gebliebenen Osttürmen wurden im Zuge der Umwandlung der Kirche zum Magazin beseitigt. Bemühungen um einen historisierenden Wiederaufbau der Klosterkirche am Ende des 19.Jahrhunderts scheiterten. Seit 1990 dient die ehem. Klosterkirche als Ausstellungsraum.

Architektur

Vom älteren Kloster kaum Spuren vorhanden. Die 1080 zerstörte Klosterkirche scheint nach den Grabungen Karl Beckers von 1919 bereits einen dreischiffigen Chor mit Winkeltürmen zwischen Chor und Querhaus besessen zu haben. Der Neubau von 1103 sah ein dreischiffiges, flachgedecktes Langhaus und eine Westturmanlage vor - letztere blieb bei einem Planwechsel nach 1127 unvollendet. Die ursprünglich geplante Choranlage ist nicht mehr fassbar, der heutige dreischiffige Chorbau mit der Ostturmfront entstammt ebenso, wie das Querhaus mit ihren beiden Apsiden der Zeit nach 1127. Die Reihe der neun Pfeilerarkaden des Langhauses ursprünglich durchlaufend angelegt, wurde im Zuge des Planwechsels durch einen gesonderten Pfeiler unterbrochen, der den Laienbereich vom chorus minor des Mönchschores trennte. Die Bedeutung der Erfurter Peterskirche liegt weniger in ihrer Grunddisposition nach dem Schema der Hirsauer Bauschule, als vielmehr in der in Mitteldeutschland damals noch kaum bekannten Quadermauerwerkstechnik der Wände. Die durchgängige Ausführung der Außenwände in sorgfältig geschnittenen Sandsteinquadern erst ermöglicht die außerordentlich reiche Fassadengliederung aus Halbsäulen und Rundbogenfriesen, die im Detail auf die Hauptapsis der burgundischen Klosterkirche in Payerne zurückgeht. Auch die Anlage von steinernen Tonnengewölben in den Seitenschiffen - die freilich erst im Spätmittelalter in Holz vollendet wurden - ist auf burgundischen Einfluss zurückzuführen. Nicht nur die Errichtung eines reinen Quadermauerwerksbaues, auch das in Erfurt entwickelte Gliederungssystem fand im Laufe des 12. Jahrhunderts bedeutende Nachfolger, vor allem in Niedersachsen - die Benediktiner-Abteikirche "St. Peter und Paul" (Kaiserdom Königslutter) und St.Godehard in Hildesheim sind hier zu nennen. Noch bis ins 13. Jahrhundert finden sich Reminiszenzen des Erfurter Gliederungssystems, so etwa an der Hauptapsis der brandenburgischen Klosterkirche Dobrilugk.

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